

Während der grossen Pause sitzt ein Schüler allein im Schulgang und beobachtet zwei Welten des Lernens: die stille, digitale Masse am Laptop und die diskutierende Gruppe mit Stift und Papier. Zwischen diesen Gegensätzen stellt sich die Frage, wie viel Digitalisierung die Schule wirklich braucht, und ob Fortschritt immer schneller sein muss.
Ein junger Schüler sitzt während der grossen Pause auf einem Sofa im Schulgang und beobachtet seine Mitschüler, die an einem Tisch sitzen. Links sieht der junge Schüler eine grosse Gruppe seiner Mitschüler und Mitschülerinnen, die mit ihren Laptops arbeiten, ohne ein Wort miteinander zu wechseln. Auf der gegenüberliegenden Seite arbeitet eine kleinere, zusammensitzende Gruppe, eher altmodisch, auf dem Blatt mit einem Kugelschreiber. Dieses Bild erinnert den jungen Schüler an ein Interview mit dem Erziehungswissenschaftler Roland Reichenbach von «Das Magazin», welches er vor einiger Zeit gelesen hat. Das Interview bleibt in der Erinnerung, denn es geht um die aktuellen Bildungsthemen, die junge Schüler direkt betreffen. Reichenbach ist der Meinung, dass die Digitalisierung das Lernen nicht zu schnell verändern sollte. Im Gegenteil, die Schule sollte sich verlangsamen, um den Schülern genügend Zeit und Übung zu gewähren (Z. 1-5). Die Vorbereitung auf die Arbeitswelt soll «konserviert» und weitergegeben werden (Z. 9). Der junge Schüler ist zum Teil verwirrt mit den Argumenten des Erziehungswissenschaftlers: Ist nicht gerade die Fähigkeit, sich schnell an gesellschaftliche und technologische Veränderungen anzupassen, ein entscheidender Faktor für unseren heutigen Entwicklungsstand?
Dem Schüler kommt das Beispiel des Feuers in den Sinn. Das Feuer ist eine Erfindung, die den Menschen in früheren Zeiten in vielen Aspekten ihres Lebens geholfen hat, beispielsweise in der Kulinarik, bei der Verteidigung oder im Gesundheitswesen. Das Feuer hat den frühen Menschen auch direkt oder indirekt bei der technologischen Entwicklung geholfen. Wäre die KI und die Digitalisierung nicht dasselbe wie Feuer? Wir brauchen halt noch Zeit, damit sich alle an das neue Feuer gewöhnen können. Schon heute wird die KI fast in allen Berufen gebraucht, sei es in der Medizin, bei der Sicherheit oder bei der Stadtplanung. Die Schule soll sich doch auch anpassen und der jungen Generation beibringen, wie man mit dem heissen «Feuer» umgeht, damit es nicht zu einem Brand kommt!
In diesem Moment hört der junge Schüler, wie die kleine, altmodische Gruppe über ein Thema diskutiert, während die grosse Gruppe in den sozialen Netzwerken scrollt. Der junge Schüler erinnert sich an einen Satz, welchen der Erziehungswissenschaftler in seinem Interview gesagt hat: «Dass die digitalen Medien uns ablenken […] es ist die Zeit, die man verschwendet» (Z. 28). Stimmt, während sich die einen als Menschen stärken, verschwenden die anderen ihre Zeit. Die Gruppe, die sich untereinander austauscht, gewinnt an neuem Wissen und übt, wie sich Schüler und Schülerinnen richtig sprachlich ausdrücken können. Der junge Schüler merkt das auch an sich: Sobald er eine App öffnet, vergisst er, was um ihn herum passiert, und verbringt seine Zeit damit, sich irgendwelche lustigen Videos anzuschauen, die ihn intellektuell nicht weiterentwickeln.
Vielleicht sollten die Digitalisierung und KI in der Schule nicht nur weggelassen oder vollständig durchgesetzt werden. Denn die Digitalisierung bringt Vorteile mit sich, die das Lernen erleichtern, zum Beispiel interaktive Materialien oder ein schneller Zugang zu Informationen. Doch die Nachteile sind auch spürbar: Es fehlt an dem selbständigen Denken, und die Aufdringlichkeit (Z. 24) ist massiv spürbar. In der Schule des jungen Schülers werden alle organisatorischen Massnahmen digital erledigt, der Schüler ist also verpflichtet, seinen Laptop zu benutzen. Doch die zahlreichen Skripte, die ihm verteilt werden, kann er ganz einfach auf seinem Laptop aufrufen. Er muss die Arbeitsblätter nicht in seinem Rucksack suchen. Deshalb sollte Digitalisierung in der Schule weder blind gefördert noch vollständig abgelehnt werden, sondern bewusst und reflektiert eingesetzt werden.
Zusammenfassend lässt sich also festhalten, dass die Digitalisierung und damit die neuentwickelte KI einen grossen Einfluss auf unsere Gesellschaft wie auch die Schüler hat. Sie wird überall eingesetzt, vereinfacht das Lernen und führt zu einer weiteren Entwicklung. Gleichzeitig dürfen wir nicht vergessen, dass es auch Risiken mitbringt, die zum Teil der junge Schüler in seinem Umfeld beobachtet. Diese Wandlung ist mit dem Feuer vergleichbar, welches der Menschheit sehr hilfreich sein kann, kann jedoch wie Feuer auch Schaden anrichten.